Moritz Schmitz-Justen
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Juni 02

Cannabis-Strain: Tangrini

Tangrini ist eine sativa-dominante Cannabissorte, die vor allem durch ihren hohen THC-Gehalt und die außergewöhnliche Optik ihrer Blüten auffällt. Die Kombination aus ausgewählter Genetik und markanten Terpenen prägt den Charakter dieser Sorte besonders deutlich.

Fakten: Tangrini

Nahaufnahme einer medizinischen Cannabisblüte des Kultivars Tangrini vom Hersteller ZOIKS

Genetik: Sativa-dominant, Hybrid

Eltern: Acapulco Gold × Grapefruit Tangie

THC: 22–31 %

CBD: ≤ 1 %

Terpene: Terpinolen (33 %), Myrcen (20 %),  β-Caryophyllen (18 %)

Tangrini entstand aus der Kreuzung von „Acapulco Gold“ und „Grapefruit Tangie“. Die Cannabissorte erreicht THC-Werte von bis zu 31 Prozent, während der CBD-Gehalt unter 1 Prozent liegt. Optisch fällt Tangrini vor allem durch ihre dunkelgrünen, leicht verdrehten Blüten auf, die von einer dichten Schicht frostiger Trichome überzogen sind. Dadurch wirken die Blüten besonders harzig und fast kristallartig.

Qualität

Tangrini wird als medizinische Cannabissorte angeboten. Medizinisches Cannabis wird nach festen GACP-Standards angebaut und anschließend unter den strengen EU-GMP-Vorgaben weiterverarbeitet – also nach den gleichen Qualitätsstandards, die auch für Arzneimittel gelten. ZOIKS überprüft regelmäßig, ob die Grower diese Anforderungen zuverlässig erfüllen.

Aroma: Wie riecht und schmeckt Tangrini

Das Aromaprofil von Tangrini wird vor allem von Terpinolen geprägt – einem Terpen, das vergleichsweise selten die Hauptrolle übernimmt. Ergänzt wird es durch Myrcen und β-Caryophyllen, die der Sorte zusätzliche Tiefe verleihen. Die dominierenden Terpene im Überblick:

  • Terpinolen: erinnert an Wald, Kiefer, Rosmarin und leichte Kräuternoten
  • Myrcen: erdig, fruchtig und dezent würzig
  • β-Caryophyllen: holzig, würzig und leicht waldig

Im Zusammenspiel mit weiteren Terpenen entsteht ein vielschichtiges Aroma mit frischen Zitrusnoten, tropischen Anklängen und einer süß-säuerlichen Note, die an fruchtige Bonbons erinnern kann.

Tangrini: Mögliche Wirkung

Die mögliche Wirkung von Tangrini wird häufig mit dem hohen THC-Gehalt der Sorte in Verbindung gebracht. THC zählt zu den wichtigsten Wirkstoffen der Cannabispflanze und wird unter anderem im Zusammenhang mit entspannenden, appetitanregenden, schmerzlindernden und übelkeitshemmenden Eigenschaften untersucht.[1,2]

Auch das Terpenprofil könnte beeinflussen, wie die Wirkung von Tangrini wahrgenommen wird:

  • Terpinolen: wird in der Forschung häufig mit beruhigenden, antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften assoziiert [3–6]
  • β-Caryophyllen: steht in Studien unter anderem im Zusammenhang mit potenziell entzündungshemmenden Effekten [7]
  • Myrcen: gilt als möglicherweise beruhigend und schmerzlindernd [8–10]

Wie Tangrini tatsächlich empfunden wird, kann jedoch individuell unterschiedlich ausfallen. Eine Rolle spielen dabei unter anderem die Dosierung, die persönliche Verträglichkeit und der jeweilige Anwendungskontext.


FAQ

 

Ist Tangrini eine Indica- oder Sativa-Sorte?

Tangrini ist ein sativa-dominanter Hybrid. Die Sorte entstand aus der Kreuzung von „Acapulco Gold“ und „Grapefruit Tangie“.

Woran erkenne ich eine Cannabisblüte der Sorte Tangrini?

Eine Cannabisblüte der Sorte Tangrini lässt sich vor allem an ihrer auffälligen Optik erkennen. Typisch sind dunkelgrüne, leicht verdrehte Blüten mit einer dichten Schicht frostiger Trichome, die den Buds ein harzig-kristallines Aussehen verleihen.

Ist Tangrini eine medizinische Cannabissorte?

Ja, Tangrini wird als medizinische Cannabissorte angeboten. Die Sorte wird unter strengen Qualitätsstandards angebaut, verarbeitet und kontrolliert – nach Vorgaben, wie sie auch in der Arzneimittelherstellung gelten.

 

Quellen

  • [1] Whiting, P. F. et al. Cannabinoids for medical use: A systematic review and meta-analysis. JAMA - J. Am. Med. Assoc. 313, 2456–2473 (2015).
  • [2] Abrams, Donald I. "The therapeutic effects of Cannabis and cannabinoids: An update from the National Academies of Sciences, Engineering and Medicine report." European journal of internal medicine 49 (2018): 7-11.
  • [3] Ito, Ken, and Michiho Ito. "The sedative effect of inhaled terpinolene in mice and its structure–activity relationships." Journal of Natural Medicines 67 (2013): 833-837.
  • [4] ​​Menezes, Isis Oliveira, et al. "Biological properties of terpinolene evidenced by in silico, in vitro and in vivo studies: A systematic review." Phytomedicine 93 (2021): 153768.
  • [5] Lee, Chia-Jung, et al. "Correlations of the components of tea tree oil with its antibacterial effects and skin irritation." Journal of Food and Drug Analysis 21.2 (2013): 169-176.
  • [6] Macedo, E. M. A., et al. "Association of terpinolene and diclofenac presents antinociceptive and anti-inflammatory synergistic effects in a model of chronic inflammation." Brazilian Journal of Medical and Biological Research 49 (2016).
  • [7] Basile, Aulus Conrado, et al. "Anti-inflammatory activity of oleoresin from Brazilian Copaifera." Journal of Ethnopharmacology 22.1 (1988): 101-109.
  • [8] Lorenzetti, Berenice B., et al. "Myrcene mimics the peripheral analgesic activity of lemongrass tea." Journal of ethnopharmacology 34.1 (1991): 43-48.
  • [9] Rao, V S et al. “Effect of myrcene on nociception in mice.” The Journal of Pharmacy and Pharmacology vol. 42,12 (1990): 877-8.
  • [10] Do Vale, T. Gurgel, et al. "Central effects of citral, myrcene and limonene, constituents of essential oil chemotypes from Lippia alba (Mill.) NE Brown." Phytomedicine 9.8 (2002): 709-714.
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